Kreiskrankenhaus Osterholz

Radiologie

Die bildgebenden Verfahren – ob nun konventionelle Röntgendiagnostik oder Computertomographie – haben sich im letzten Jahrzehnt entscheidend weiterentwickelt. In den meisten Fachrichtungen der modernen Medizin spielen sie eine immer größere Rolle und liefern häufig die therapie-relevante Diagnostik.

Es geht in der Radiologie aber schon lange nicht mehr allein um die Betrachtung und Interpretation von Bildern. Mehr und mehr wird die radiologische Bildgebung auch bei Verfahren genutzt, die der Therapie dienen, so zum Beispiel zur Steuerung minimal-invasiver, teils sehr komplexer Katheter- und Sondeneingriffe. Die Radiologie ist heute ein hoch spezialisiertes Fach. Dieses möchten wir Ihnen hier näher vorstellen.

Unsere Leistungen für Sie

  • Konventionelle und digitale Röntgendiagnostik 
  • Mammographie 
  • Computertomographie
  • Angiographie 
  • CT-gesteuerte Schmerztherapie (PRT) und Biopsien 
  • Kinderradiologie 

Sämtliche Untersuchungsverfahren werden sowohl stationär als auch ambulant angeboten.

Konventionelle und digitale Röntgendiagnostik

Konventionelle Radiologie – umgangssprachlich „Röntgendiagnostik“, wissenschaftlich „Projektionsradiographie“ genannt – umfasst die Diagnostik der Brustorgane, des Skeletts, des Verdauungs- und des Harntraktes. Es werden sämtliche Untersuchungstechniken angeboten, speziell auch auf orthopädische und präoperative Fragestellungen abgestimmt. 

Fluoroskopie

Nach vorheriger Terminabsprache führen wir sämtliche Durchleuchtungsuntersuchungen einschließlich der Kinematographie durch, mit der beispielsweise Schluckstörungen abgeklärt werden können. Durch den Einsatz eines modernen, digitalen Röntgengerätes ist uns ein rascher Zugriff auf das Bildmaterial sowie die Reduzierung der Röntgendosis möglich.

Mammographie

Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust und ist die Methode der Wahl zur Früherkennung von Brustkrebs, der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen. 

Verfahren

Die Untersuchung erfolgt an speziellen Röntgengeräten und wird von einer erfahrenen Assistentin durchgeführt. Die angewendete Röntgenstrahlung ist eine so genannte „weiche Strahlung“ von ungefähr 26 bis 30 kV. Wir führen diese Mammographie als sogenannte kurative Mammographie auf Überweisung von Haus- und Fachärzten durch, um bei bestimmten Fragestellungen die Diagnose zu sichern. Jede Brust wird aus zwei oder mehreren Richtungen aufgenommen. Während der Aufnahme wird die Brust zwischen zwei Plexiglasplatten gehalten, um Bewegung zu vermeiden und die Strahlendosis gering zu halten. Die dadurch entstehende Kompression kann etwas schmerzen. Die Untersuchung sollte daher etwa in der Mitte des Zyklus durchgeführt werden.

Mit der Untersuchung können kleine, nicht tastbare krankhafte Gewebeformationen erkannt werden. Auch fahndet man bei dieser Untersuchung nach Mikrokalk, der oftmals bei Krebserkrankungen mit auftritt. Die Röntgenbilder werden dann durch zwei Fachärzte unabhängig ausgewertet. 

Computertomographie (CT)

Bei der Computertomographie handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren unter Verwendung von Röntgenstrahlen, bei dem der menschliche Körper Schicht für Schicht durchstrahlt wird. Die Methode ermöglicht die Darstellung minimaler Dichteunterschiede (die z.B. auf Gewebeveränderungen oder Tumoren hinweisen). 

Verfahren

Die Messeinrichtung setzt sich zusammen aus einer schnell rotierenden Röntgenröhre mit einem Strahlenbündel sowie einem Szintillationszähler mit nachgeschaltetem Fotomultiplier. Das Strahlenschwächungsprofil der betreffenden Schicht entsteht durch eine lineare Abtastung aus jeweils veränderten Winkeln (insgesamt mindestens 180 Grad). So ergeben sich rund 100.000 Messwerte, aus denen eine Ortsverteilung der Schwächungswerte errechnet und in ein Fernseherbild umgesetzt wird. Eine zweckmäßige Kontraststeigerung erhöht dabei zusätzlich den Informationsgehalt. 

Vorteile

  • keine Überlagerung durch andere Schichten
  • abgestufte Weichteildarstellung auch ohne Kontrastmittel
  • quantitative Bildauswertung anhand der – am Bildrand angegeben – Schwächungswerte
  • Schnellinformation

Die Computertomographie hat aufgrund ihrer Vorteile in der Diagnostik eine Reihe invasiver Verfahren weitgehend verdrängt.

Anwendung

Unter anderem wird die Computertomographie eingesetzt:

  • bei Hirnerkrankungen
  • bei Veränderungen im Bereich von Brustkorb, Bauchraum, Bewegungsapparat und Skelett
  • zum Tumorstaging in allen Körperregionen

Wir untersuchen mit einem schnellen Gerät mit 16 Detektorzeilen, das im Oktober 2011 installiert wurde. 

Angiographie

Mit Hilfe der Angiographie werden Arterien und Venen mit Kathetern untersucht, um sie dann mit Kathetertechniken zu behandeln. Die Eingriffe werden nach einem Aufklärungsgespräch durchgeführt. 

Angiographie – therapeutische Verfahren

  • Stentimplantationen
  • Ballondilatationen 

CT-gesteuerte Schmerztherapie (auch Periradikuläre Therapie – kurz PRT)

Bevor eine Schmerztherapie bei uns durchgeführt wird, findet ein Aufklärungsgespräch unter Berücksichtigung bereits vorliegender CT- oder MRT-Bilder mit Ihnen statt. Hierbei wird Ihnen Ihr Krankheitsbild detailliert erklärt und erläutert, wie eine geplante Schmerztherapie durchgeführt wird. Nach diesem Gespräch erhalten Sie zudem einen Aufklärungsbogen. Darüber hinaus wird mit Ihnen ein erster Termin für eine solche Therapie vereinbart. Die Injektionen werden etwa ein- bis zweimal pro Monat, insgesamt meistens drei- bis viermal durchgeführt. Die Therapiedauer ergibt sich allerdings definitiv erst aus dem klinischen Verlauf.

Wenn Sie zum vereinbarten Termin kommen, dauert die eigentliche Therapie etwa 10 bis 15 Minuten. Danach sollten Sie noch etwa 30 Minuten zur Überwachung bei uns bleiben.

Verfahren

Zur Therapie werden Sie in Bauchlage auf dem CT-Tisch gelagert. Anschließend werden einige CT-Aufnahmen durchgeführt, um den optimalen Einstichort zu ermitteln. Das entsprechende Hautareal wird desinfiziert. Danach findet die eigentliche therapeutische Punktion statt: Für den Eingriff benutzen wir eine ganz dünne Nadel, so dass der Stich kaum schmerzhaft ist. Beim Einspritzen des Betäubungsmittels unter die Haut kann ein leichter Druck oder ein Brennen spürbar sein. Als örtliches Betäubungsmittel verwenden wir Substanzen wie Scandicain, Carbostesin oder Lidocain. Sie werden in Form der Infiltrationsanästhesie angewandt (wie sie auch z. B. beim Zahnarzt benutzt wird). Dabei wird die Flüssigkeit in das Gewebe unter der Haut und entlang des Stichkanals in einem kleinen Bereich verteilt und wirkt dort schmerzhemmend.

Am eigentlichen Zielort wird zunächst zur Abschätzung der Medikamentenverteilung etwa 1 ml Kontrastmittel injiziert und durch ein CT-Bild dokumentiert. Ist die Verteilung korrekt, erfolgt die Gabe eines entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamentendepots. Durch Bekämpfung der Entzündung wirken diese Medikamente auch längerfristig schmerzreduzierend.

Allergien

Gegen die Betäubungsmittel haben einige, wenige Menschen Allergien. Eine Allergie kann sogar bei Personen vorliegen, die das Mittel noch nie erhalten haben. Meistens sind solche eventuell auftretenden Allergien leichter Art und ungefährlich. Sie können sich durch Wärmegefühl, Hautjucken, Quaddelbildung, Hustenreiz, Niesen, Beklemmungsgefühl in der Brust und durch Unruhe bemerkbar machen. In extrem seltenen Fällen können, wie bei jedem Allergieauslöser, lebensbedrohliche Verläufe mit Kreislaufschock auftreten. Derartige Probleme sind jedoch bei rascher medikamentöser Behandlung, wie sie in Praxis und Klinik möglich sind, beherrschbar. Sollten bei Ihnen derartige Allergien bekannt sein, müssen Sie uns dies unbedingt mitteilen.

Indikationen

  • Bandscheibenvorfall mit/ohne Nerveneinklemmung. 
  • Narben nach Bandscheiben-Operation 
  • enger Rückenmarkskanal (Spinalstenose)

Kontraindikationen

  • Marcumar-Therapie oder sonstige Gerinnungsstörung 
  • schwere Form eines Diabetes mellitus 
  • angeborene Störungen des Rückenmarkkanals

Kinderradiologie

Die Kinderradiologie stellt eine Spezialdisziplin unserer Radiologie dar. Zur Diagnostik bei Kindern werden prinzipiell sämtliche Verfahren eingesetzt, die auch in der Erwachsenenradiologie zur Anwendung kommen. Bevorzugt werden dabei jedoch in sehr viel stärkerem Maße die Verfahren, die nur eine sehr geringe Röntgenstrahlung benötigen.

Chefarzt

Jan Kwarcinski

Jan Kwarcinski
Facharzt für Radiologie

T  04791/803-380
E radiologie(at)kkhohz.de

Oberärztin und Vertretung des Chefarztes: Tamara Kettler

Sprechzeiten:
Mo–Fr 8:00–12:00 Uhr
sowie 15:00–17:00 Uhr 
(außer Mittwochnachmittag) 
und nach Vereinbarung