Kreiskrankenhaus Osterholz

Onkologie

Krebserkrankungen nehmen zu: Etwa jeder vierte Bundesdeutsche erkrankt an einem bösartigen Tumorleiden. Durch Früherkennung und komplexe Therapieverfahren können bis zu 50 Prozent dieser Erkrankungen geheilt werden. Neben der Weiterentwicklung von Therapieverfahren hat vor allem die engere Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen bei der Betreuung des einzelnen Patienten die Behandlungsergebnisse verbessert. Am Kreiskrankenhaus Osterholz haben wir aus diesem Grund die regelmäßige Interdisziplinäre Tumorkonferenz etabliert.

Unsere Therapieansätze

Medikamentöse Tumortherapie …

… bedeutet die Behandlung über Zufuhr von Medikamenten (als Tablette und/oder als Infusion), welche die Krebszellen am Wachstum hindern sollen. Dies wird – in der Regel – ambulant oder – wenn in besonderen Fällen erforderlich – auch stationär bei uns durchgeführt. Neben der korrekten Verabreichung der Medikamente ist die Vorbeugung oder Behandlung möglicher Nebenwirkungen (z.B. Übelkeit oder Erbrechen) wichtig, über die der Patient vor Therapiebeginn aufgeklärt wird. Zwischen den einzelnen Behandlungszyklen (wiederholte Zeiten der Medikamentengabe) sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen im Kreiskrankenhaus oder beim Hausarzt vorgesehen.
Beim Einsatz besonderer Therapieformen (z.B. Hochdosis-Chemotherapie) arbeiten wir mit Schwerpunkt-Krankenhäusern in Bremen, beispielsweise dem Ev. Diakonie-Krankenhaus, zusammen.

Palliative Tumortherapie

… hat die Vermeidung bzw. Linderung von tumorbedingten Beschwerden bei Patienten mit einem nicht mehr heilbaren Krebsleiden (dies betrifft etwa 50 Prozent der Tumorpatienten) zum Ziel. In günstigen Fällen kann zudem eine Verlängerung der Überlebenszeit erreicht werden. Neben der medikamentösen Tumortherapie können hier auch Chirurgie und Strahlentherapie zum Einsatz kommen, zum Beispiel, wenn schmerzhafte Krebsabsiedlungen im Knochen bestrahlt werden. Um unsere Patienten bestens zu versorgen, arbeiten wir eng mit dem Zentrum für Strahlentherapie am Ev. Diakonie-Krankenhaus in Bremen zusammen.

Supportive Therapie

… bezeichnet Begleitmaßnahmen gegen die Nebenwirkungen einer medikamentösen Tumortherapie oder Strahlentherapie. Als Maßnahmen werden zum Beispiel Medikamente gegen Übelkeit, kalorienreiche Infusionen bei Abmagerung oder Blutübertragungen verabreicht. Ebenso wichtig sind Maßnahmen gegen tumorbedingte Beschwerden, die nicht Einfluss auf die Überlebenszeit nehmen wollen – dazu zählen Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente, Hustenblocker oder Mittel zur Appetitsteigerung. Diese Behandlung gewinnt gerade am Ende einer Tumorerkrankung an Bedeutung. Um auch diese Phase der Krankheit gut begleiten zu können, sind wir aktives Mitglied im Palliativnetz Osterholz.

Chefarzt

Dr. med. Wolf-Dieter Maier

Dr. med. Wolf-Dieter Maier
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie 

T  04791/803-416
E innere(at)kkhohz.de

Termine nur nach Vereinbarung


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