Kreiskrankenhaus Osterholz

Gastroenterologie

Die Gastroenterologie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von Infektionen, Funktionsstörungen, chronischen Entzündungen und Tumorerkrankungen des Magen- und Darmtraktes. Auch Erkrankungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse werden in unserer Abteilung behandelt. Die wichtigsten medizinischen Verfahren sind für uns die Endoskopie und die Sonographie, die wir sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie einsetzen.

Besonderheiten unserer Abteilung

Durch die gut verzahnte Struktur unserer Klinik können wir unseren Patienten eine durchgängige Rundum-Versorgung aus einer Hand anbieten. Ganz nach den Erfordernissen kann das eine ambulante oder stationäre Behandlung sein oder bei schwerkranken Patienten auch eine intensivmedizinische Betreuung. 

Eine besonders enge Kooperation pflegen wir mit den Kollegen der Allgemein- und Viszeralchirurgie, um gemeinsam individuelle Therapiekonzepte festzulegen. Wenn es sinnvoll erscheint, arbeiten wir zudem mit spezialisierten Zentren in Bremen, Oldenburg oder Hannover zusammen, zu denen sich über Jahre intensive fachliche Kontakte entwickelt haben.

Welche Krankheitsbilder behandeln wir schwerpunktmäßig?

Gallensteinleiden

… können sich unter anderem durch kolikartige Schmerzen, aber auch als Gelbsucht oder unklare Fieberschübe bemerkbar machen. Wenn sie durch Steine in der Gallenblase verursacht werden, besteht eine Indikation zur operativen Gallenblasenentfernung. Liegen zudem Steine im Gallengang vor, was gelegentlich auch nach einer Gallenblasen-Entfernung vorkommt, können diese von uns ohne große Operation über eine Spiegelung des Dünndarmes entfernt werden.

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

… müssen nicht immer schmerzhaft sein und können dennoch zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Blutungen lassen sich fast immer mit Hilfe einer Gastroskopie stoppen. Sollte ein Geschwür schon geplatzt sein, so tritt Mageninhalt in die Bauchhöhle aus. In diesem Fall ist eine Operation unumgänglich.

Magen- und Darmpolypen

… können Vorstufen von Krebs darstellen. Sie können fast immer endoskopisch und damit häufig ambulant entfernt werden. Bei sehr ausgedehnten Befunden muss man gelegentlich auch operieren.

Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pancreatitis)

… verläuft nicht selten lebensbedrohlich und kann unter anderem durch Gallengangssteine ausgelöst werden. Die Behandlung ist heutzutage eine Domäne der Inneren Medizin und Intensivmedizin. Operationen werden nur bei bestimmten Komplikationen notwendig.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa)

… sind zwar nicht heilbar, aber mit Hilfe moderner Medikamente meistens sehr gut behandelbar. In der Regel ist eine ambulante Betreuung ausreichend, in schweren Fällen kann die stationäre Aufnahme notwendig werden.

Lebererkrankungen

… werden häufig durch Entzündungen oder Stoffwechselstörungen hervorgerufen und sind bei rechtzeitiger Entdeckung mittlerweile oft heilbar. Sie erfordern häufig eine langfristige ambulante Betreuung, die im Medizinischen Versorgungszentrum erfolgen kann. Bei fortgeschrittener Schädigung kann auch in seltenen Fällen eine Transplantation notwendig werden. Transplantationspatienten betreuen wir gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover.

Krebs des Magen-Darmtraktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse

… wird in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten aus der Onkologie behandelt. Das Behandlungskonzept wird unter Berücksichtung aller Besonderheiten des jeweiligen Patienten und unter Einbeziehung von Chirurgen, Röntgenologen, Strahlenmedizinern und Hausärzten im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz erörtert. Dann wird es ausführlich mit dem Patienten und seinen Angehörigen besprochen und gemeinsam mit ihnen festgelegt.

Chefarzt

Dr. med. Mathias Haßkamp

Dr. med. Mathias Haßkamp
Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Diabetologie (DDG/ÄKN)

T  04791/803-506
E  innere(at)kkhohz.de

Sprechzeiten nach telefonischer Vereinbarung